Pressemeldungen – auf was ist zu achten?

Eine Pressemeldung zu verfassen ist scheinbar eine einfache Sache. Man sollte jedoch ein paar Grundsätze beachten, um Pressemeldungen auch attraktiv zu machen – denn die Konkurrenz ist groß und schläft nicht.
Pressemeldungen
Im folgenden Beitrag werden kurz ein paar Grundsätze angerissen, die man beim Verfassen einer Pressemeldung beachten sollte, wenn diese erfolgreich vermarktet werden soll.

Kurz fassen und Fakten schreiben

Eine Pressemeldung sollte zumeist aus den grundlegenden Fakten bestehen. Ein (übertriebenes) Beispiel: “Die FirmaXY bringt demnächst evtl. ein Produkt aus dem Bereich XY für viele Kunden auf den Markt”. Hier wird deutlich, was in einer Pressemeldung eben vermieden werden sollte: Dieser Satz wirft mehr Fragen auf, als das er Fakten liefert(Welches Produkt? Wann? Wie wahrscheinlich ist das? An wen richtet sich das Produkt?). Es ist also darauf zu achten, dass man unbestimmte Inhalte am Besten ganz weglässt. Worte wie “eventuell”, “vielleicht”, “demnächst”, “vermutlich” sollten in einer Pressemeldung dringlichst vermieden werden.

Ausschmückungen und Wertungen sollte man weitestgehend unterlassen, da diese so oder so gestrichen werden oder manche Sätze ganz anders von den Redaktionen erweitert werden. Die meiste Arbeit bereitet jedoch das Kürzen der Mitteilungen(Ab und zu aus Layout-Gründen, aber auch aus Lese-Gründen – Artikel sollten kurz und knackig sein und die Hauptinhalte schnell verständlich machen).

Nebensächliches in Klammern

Hinweise, die für die Redakteure gedacht sind, werden in Klammern gesetzt. Dies können beispielsweise Datums-Angaben sein, oder Hinweise, die zur Verständlichkeit eines Satzes beitragen, welcher „Insider“-Wissen zum Inhalt hat.

Nochmals: kurz fassen!

Keine Angst vor der Kürze einer Meldung! Eine Pressemeldung kann auch mal ein 5-Zeiler sein und trotzdem interessant sein – und doch ignoriert werden, wenn die 5 Zeilen auf 15 Zeilen ohne nennenswerten Inhalt erweitert werden, weil ein so kurzer Artikel etwas „komisch“ aussieht.

Darstellung, Rechtschreibung, Abkürzungen

Es hat sich bewährt, dass man ein festes Layout für Pressemeldungen generiert. Der Text sollte so formatiert sein, dass man diesen einfach lesen kann(Zeilenabstand, Schriftart, Schriftgröße, etc.) und eine Struktur erkennt. Eine semantisch korrekte Umsetzung eines Textes hilft hier schon ungemein(Genaue Definition von Überschriften, Überschriften zweiten Grades, reine Absätze, Einleitungen, etc.).

Die Rechtschreibung, sowie Satzbau und Grammatik sollte ebenfalls peinlichst genau beachtet werden, da dies für nahezu alle Redaktionen ein wichtiges Kriterium ist. Dabei gilt dann: je weniger an einer Meldung zu korrigieren ist, desto mehr Chancen hat eine solche Meldung, dass sie übernommen wird.

Abkürzungen sind in jedem Fall zu vermeiden. Abkürzungen sind für so manchen „eindeutig“, oftmals haben Abkürzungen aber mehrere Bedeutungen. Insofern ist es sinnvoll eine konsequente Linie zu fahren und selbst beispielsweise „5 Euro“ statt „5 EUR“ oder „5€“ zu schreiben. Abkürzungen werden im Übrigen auch generell im internationalen Schriftverkehr gänzlich vermieden. Davon ausgenommen sind Abkürzungen, die Firmen-Namen sind, wie beispielsweise „ARD“ oder „BMW“.

Fazit:

Es gibt einige kleine Regeln, mit welchen man seine eigenen Pressemitteilungen abprüfen kann. Wenn man diese Regeln jedoch beachtet, werden die Pressemeldungen auch angenommen und verwendet.

Es gilt aber auch hier grundsätzlich: Der Inhalt an sich muss auch etwas bieten. Aus der langweiligsten Meldung macht man nicht die „Hammer-Meldung“, wenn man die oben genannten Grundsätze beachtet. Allerdings wird eine interessante Meldung evtl. verworfen, weil die genannten Grundsätze eben gar nicht eingehalten wurden.
(meg)

(Gastbeitrag von Marc // webthinking.de)

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2 Antworten auf Pressemeldungen – auf was ist zu achten?

  1. Jan sagt:

    Da bleibt mir nur übrig, Dir zum ersten Artikel in diesem Blog zu gratulieren! :-)
    Was ich ganz klar bestätigen kann: Eine Mitteilung zu kürzen, macht verdammt viel Arbeit. Dabei merkt man erst, wie viele überflüssige Füllwörter man im Alltag immer verwendet.

  2. Marc sagt:

    Danke!
    Jau – und wenn mal eine Meldung zu kurz ist, merkt man auch wieviele Füllwörter und Worthülsen man verwenden kann, um den Text buchstabengenau ins Layout einzupassen. War für mich auch sehr interessant. :-)

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